Vietnam – Ha Tien 17-18 Okt

Geschafft… wir haben die Fahrt mit dem Local Bus von Can Tho nach Ha Tien überlebt 🙂 Es war etwas abenteuerlich und ruckelig aber unvergesslich.

Morgens um 11 Uhr wurden wir vom bestellten Taxifahrer abgeholt, der uns zum Busbahnhof fahren sollte. Gebracht hat er uns aber zum Flughafen 🙂 Nächste Lektion, immer vorher nochmal nachfragen ob das Ziel klar ist… Er hat dann mit Linh, der Tochter des Guesthouses telefoniert die ihn gebucht hat und dann sind wir doch noch zum richtigen Bahnhof gekommen. Dort wurden wir sofort von Vietnamesen umzingelt die uns eilig in den Bus schaffen wollten aber wir haben an der Kasse nochmal nachgefragt um sicher zu gehen dass es auch der richtige Bus ist. Es gibt nämlich 2 Linien. Eine fährt von Can Tho über Rach Gia und dort muss man umsteigen und sogar den Busbahnhof wechseln und die neue Linie fährt durch. Es war zum Glück der richtige Bus und wir waren froh als wir gesehen haben dass es ein richtiger Bus ist und nicht ein Minibus oder so.

Die Fahrt ging los und somit das Abenteuer Local Bus 🙂 Neben einem englischen Pärchen waren wir die einzigen Nicht-Vietnamesen. Die Tür ging ständig auf und zu und es sind Leute ein und ausgestiegen. Teilweise mit sehr großen Paketen oder Hausrat. Zwei Packungen ausgenommene Fische waren auch dabei. Der Bus war auch anscheinend auch als Postbus tätig, denn es wurden auch Päckchen angenommen und an anderer Stelle vor einem Postoffice wieder abgegeben 🙂 so funktioniert also die Post in Vietnam. Die Straße ist voller Löcher und Hügel. Besonders bei Auffahrten und Abfahrten auf Brücken. Nächste Lektion: niemals Wasser oder ähnliches trinken in einem Local Bus der auf eine Brücke fährt 🙂 danach war alles nass 🙂 Der Fahrer scheint die Löcher und die anderen Verkehrsteilnehmer nicht gesehen zu haben, denn er ist mit Vollgas die kaputte Straße entlang gefahren. Die Päckchen und Menschen im Bus sind ständig in die Luft gehoben worden oder von links nach rechts geschüttelt worden. Eigentlich ganz lustig aber die Fahrt ging 6 Stunden !!! Mit einigen kuriosen Stops bei denen Verkäufer in den Bus kamen und Eier und Bananen verkaufen wollten. Sie haben sich sehr amüsiert weil wir Ausländer die einzigen waren die nicht aus dem Bus gestiegen sind 🙂

Irgendwann nach tausenden Schlaglöchern und Nahtoderfahrungen sind wir in Ha Tien angekommen. Man muss beachten dass der Busbahnhof von Ha Tien außerhalb ist und man sich ein Taxi nehmen muss um in die Stadt zu kommen. Leider war kein Taxi da und auch alle Grab Fahrer waren „busy“. Da standen wir mit den beiden Engländern am fast verlassenen Bahnhof kurz vor Sonnenuntergang. Zum Glück gab es ein Busoffice in dem noch jemand gesessen hat und uns ein Taxi gerufen hat.

Nachdem wir im Hotel angekommen sind haben wir uns auf den Weg zur Oasis Bar gemacht. Das ist eine Bar von einem Engländer die bekannt dafür ist dass man dort viele Backpacker trifft und man dort Weiterreisetips nach Kambodscha bekommt. So war es auch. Mr. The war wie im Lonely Planet angekündigt vor Ort und hat uns die Tour zur Grenze und den Bus nach Sihanoukville verkauft. Dort haben wir auch die beiden Engländer getroffen, mit denen wir dann gegessen und gequatscht haben.

Heute haben wir nichts unternommen da uns der „Asien-Fluch“ erwischt hat. Wir waren nur abends im Supermarkt um Proviant für die Busfahrt zu kaufen und nochmal kurz in der Oasis Bar. Diesmal war auch Andy der Besitzer da und hat uns noch ein paar Tips für Kambodscha gegeben.

Morgen früh um 6 Uhr werden wir abgeholt und zur Grenze gebracht…

Schon 4 Wochen rum und es kommt mir vor wie Jahre…

Vietnam war unglaublich schön mit vielen vielen beeindruckenden Momenten und Erfahrungen und ich habe fast nur nette Menschen getroffen die mich freundlich begrüßt haben. Das Leben für die Menschen hier ist hart und ich habe so viel Armut gesehen. Die Menschen haben ihr Wohnzimmer teilweise direkt an der Straße und leben dort mit der ganzen Familie. Unvorstellbar für uns zuhause… Trotzdem hatten wir viele Erlebnisse die uns gezeigt haben wie ehrlich, zuvorkommend und gastfreundlich die Menschen hier sind. Und ich habe selten so viel Improvisationstalent gesehen 🙂

Wir sind gespannt wie das Leben in Kambodscha ist.

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