Kambodscha – Battambang 8-9 Nov 2018

Nach dem tollen Frühstück gestern bin ich gestärkt durch die Stadt gelaufen.

Battambang ist eine alte Kolonialstadt und viele alte Häuser sind noch erhalten. Es ist wirklich eine sehr schöne alte Stadt und nicht touristisch. Als erstes wollte ich in eine Galerie die einem Spanier gehört der Porträts von Kambodschanern gemacht hat. Leider war die Galerie zu ohne einen Hinweis warum. Also bin ich weiter gelaufen über den Fluss auf die andere Seite und wollte mir den Gouverneurspalast anschauen. Ich bin gelaufen und gelaufen in der brütenden Hitze bis ich vor dem vermeintlichen Palast stand. Hab es leider verwechselt und stand vor dem Presidents Hotel 🙂 Naja dafür habe ich ein paar interessante Dinge gesehen, die ich sonst verpasst hätte wie beispielsweise ein ganzes Rind auf dem Spies für das Abendessen, eine Wäscherei die mit Super Mario für ihre Schnelligkeit wirbt und auch die vielen internationalen Schulen und Unis.

Auf dem Rückweg habe ich eine Pause im Park am Fluss und in einem Café gemacht. Da die Galerie auf dem Rückweg immer noch geschlossen war bin ich zum alten Bahnhof gelaufen, der angeblich ein tolles Fotomotiv sein soll. Also es sah schon sehr verlassen aus aber alte Züge habe ich keine gesehen. Nur dass die Uhr immer 8.02 anzeigt stimmt 🙂 Zurück bin ich einen anderen Weg gelaufen und durch einige kleine Gassen gelaufen (nahe der Street 102). Dort hab ich dann auch ein Café gefunden welches auch im Lonely Planet empfohlen wurde. Das The Lonely Tree Café. Im Untergeschoss befindet sich ein Laden mit Handwerksstücken von Menschen mit Behinderung oder Waisen und im ersten Stock ist ein wunderschönes offenes Café mit Holzbänken und Pflanzen. Die Angestellten dort sind auch teilweise körperlich behindert durch Verletzungen oder Krankheit. Sie waren sehr sehr nett zu mir und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Eigentlich wollte ich später wieder ins Eden zum Abendessen und wollte hier nur einen Snack essen aber als die Portion Crispy Auberginen kam war das Abendessen erledigt. Es war eine mega Portion für 2,5 Dollar 🙂 Ich bin also länger geblieben, habe noch zwei hausgemachte Eistees geschlürft und hab einfach mal nichts gemacht und nur die Ruhe und das schöne Ambiente genossen. Dafür hat man ja Urlaub 🙂

Gegen fünf musste ich allerdings wieder im Hotel sein denn um sechs kam der Fahrer der mich zum Zirkus fahren sollte. Der Zirkus Phare ist wirklich empfehlenswert. Es ist eine Artistenshow ähnlich Flic Flac oder Cirque de Soleil. Die Artisten sind alle Kambodschaner und kommen aus armen Verhältnissen. Sie dürfen kostenlos in der Artistenschule oder Kunstschule lernen und ihre Ausbildung machen und gehen danach oft zu weltweit bekannten Shows oder werden Künstler. Die Darsteller hier sind Idole für die Kinder. Das halbe Zelt saß voll mit Kindern die mit großen Augen ihre Stars angehimmelt haben 🙂 Die Aufführung war super. Es war viel Komik dabei und ich hatte viel Spaß. Außerdem gab es Caramel Popcorn 🙂

Für heute habe ich über Facebook einen Tuk Tuk Fahrer für eine Ganztagestour rund um Battambang gebucht, DJs Tuk Tuk 🙂 Um neun würde ich abgeholt und wir haben noch zwei weitere Mitfahrer abgeholt. 2 Jungs aus Holland. Da wir zu dritt waren hat der ganze Tag 10 Dollar pro Person gekostet. Plus Eintritte.

Als erstes sind wir zu einem Tempel gefahren dessen Namen ich leider vergessen habe. Es gab dort viele große Hände die die Handzeichen Buddhas dargestellt haben. Danach sind wir nach Samrong Knong gefahren. Dort kann man ein weiteres Mal die Auswirkungen der Schreckensherrschaft der Roten Khmer sehen. Dort gibt es einen Tempel der zum Gefängnis umfunktioniert wurde, eine alte Krankenstation, ein Torture Haus und die Killing Fields, wo die Leichen nach der Folter in einen Graben geworfen wurden. Dort steht ein großes Mahnmal mit einem Glaskasten voller Schädel und Knochen. Ein schrecklicher Ort….

Danach gab es zum Stimmungswechsel das Kontrastprogramm: Bamboo Train! 🙂 Der alte Bamboo Train soll ja angeblich nicht mehr existieren weil er umgebaut und sicherer gemacht werden soll. Daher wurde ein neuer Bamboo Train an anderer Stelle für die Touristen gebaut, der allerdings auch nur von Touristen besucht wird und keinen anderen Zweck hat. Einer der Jungs hat dann gefragt zu welchem Bamboo Train wir fahren und unser Guide meinte: the old one! the new one is boring 🙂 🙂 Also es gibt ihn noch, allerdings nur eine kurze Teilstrecke weil in der Mitte wirklich eine Baustelle ist und er dort nicht mehr befahren werden kann. Aber 10 Minuten sind besser als nix 🙂 Kostet 5 Dollar und man hat jede Menge Spaß 🙂 Man steigt auf die Holzplanke die auf zwei Stangen mit Rollen liegt und los geht der kleine Motor und die lustige Fahrt. Da die Strecke nur ein Gleis hat kommt natürlich auch Gegenverkehr. Dann muss der der weniger geladen hat von der Strecke runter gehoben werden und der andere Wagen kann vorbei fahren. Ist uns drei mal passiert. Die Fahrt ist holprig aber man fährt durch die Felder und wird mit einem schönen Ausblick entschädigt. Nach 10 Minuten kommt man in eine Art Dorf, was sich aber als Verkaufsstände herausgestellt hat und muss aussteigen. Dort wartet man dann in einer Hütte wo man natürlich Tshirts mit Bamboo Train Aufdrucken kaufen kann oder auch was zu trinken bekommt. Ein kleines Mädchen der Familie der die Hütte gehört hat hat sich einfach zwischen uns gesetzt und die Kekse von einem der Holländer genascht und sich gefreut als sie sich selbst im Handy auf einem Foto gesehen hat. Kinder sind eben überall gleich 🙂 Dann ging es wieder zurück diesmal ohne Abstieg vom Gleis und die Tour ging weiter.

Anschließend sind wir zum Tempel Prasat Banan gefahren. Unser Guide meinte wir machen den Tempel lieber vor dem Mittagessen weil wir ein paar Stufen hinauf laufen müssen. Ein paar Stufen waren dann allerdings 358!!! In der Mittagshitze. Puh… Ich hab in der Mitte eine Pause eingelegt denn die Stufen waren sehr steil und ich konnte vor lauter Schweiß der mir unter der Sonnenbrille über die Augen gerannt ist nichts mehr sehen 🙂 Irgendwann hab ich es aber auch nach oben geschafft und konnte die schöne Aussicht genießen. Die Tempel waren eher klein aber sehr schön. Der Weg runter war leichter und so kamen wir pünktlich um halb drei 🙂 🙂 zum Mittagessen. Unser Fahrer lag während des Essens in der Hängematte und hat geschnarcht.

Gestärkt sind wir durch die Felder und über sehr holprige Straßen zum Bergtempel Phnom Sampeau gefahren und wieder mussten wir den Berg hinauf laufen. Auf halbem Weg kann man links zu den Killing Caves abbiegen. Dort gibt es einen sehr schönen buddhistischen Tempel und eine nicht so schöne Darstellung der Foltermethoden der Roten Khmer mit richtigen lebensgroßen Figuren. Außerdem die Killing Cave, eine Höhle in die früher von oben die Leichen geworfen wurden. Unten in der Höhle sind die Knochen und Schädel aufgetürmt. Wieder kein schöner Ort. Von dort kann man weiter nach oben zum Tempel und der Aussichtsplattform laufen und hinter dem Tempel über eine Treppe zurück ins Dorf. Die Aussicht ist grandios. Man kann weit über die Felder schauen.

Unten angekommen ging es weiter zum letzten Sightseeingpunkt: die Bat Caves, Fledermaushöhlen. Jeden Abend um ca halb sechs sammeln sich die Fledermäuse in den Höhlen und fliegen aus zwei Höhlenöffnungen hinaus zu ihren Futterplätzen zb am Tonle Sap. Dieses Schauspiel dauert fast eine Stunde. Wir haben erst auf der Straße an der ersten Höhle gewartet und die Schwärme beim rausfliegen beobachtet, was schon sehr beeindruckend war. Nach 5 Minuten sind wir zur zweiten Höhle gefahren. Man muss etwas den Berg hinauf steigen und sieht dann die Schwärme aus der Höhle und in Formationen über die Felder im Sonnenuntergang fliegen. Unglaubliches Spektakel…

Die Fahrt zurück nach Battambang hat noch etwa 20 Minuten gedauert. Trotz leichter Erschöpfung bin ich noch zum Café Eden gelaufen und habe dort einen Crispy Chicken Burger mit leckeren Pommes gegessen und mir Frühstück für morgen mitgenommen. Morgen früh geht es nämlich mit dem Boot um sieben Uhr zurück für mich nach Siem Reap.

Mehr Fotos reiche ich nach da ich heute viel mit der Kamera fotografiert habe, mein Notebook allerdings in Siem Reap ist 🙂 Update: Fotos sind da 🙂

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