Laos – Luang Prabang Stadt 21-23 Nov 2018

Wieder in der Stadt 🙂

Am 21.11. sind wir von den Bergen wieder in die Stadt gefahren. Noch ein bisschen City Sightseeing bevor es nach Myanmar weiter geht.

Morgens haben wir im Sala Prabang Hotel eingecheckt und mussten zwei Straßen weiter laufen weil das Hotel mehrere Häuser hat. Unser Zimmer ist in einem alten Holzhaus und sehr sauber und schön eingerichtet. Und es hat sogar einen Balkon. Es liegt direkt zwischen dem Mekong und der Hauptstraße. Also eine sehr gute Lage.

Wir sind am Mekong gestartet und bis zum Ende der Halbinsel gelaufen. Dort haben wir einen Stop in einem Café mit Blick auf den Mekong gemacht und einen gemischten Fruchtshake geschlürft 🙂 es war ein Café von einem Hotel und sehr schick. Den Namen weiß ich leider nicht mehr, war zu teuer 🙂 Anschließend sind wir zum größten und bedeutendsten Kloster von Luang Prabang gelaufen, das Xieng Thong. Der Tempel ist sehr bekannt durch sein auffälliges Dach welches aus drei Ebenen besteht und wunderschön verziert ist. Außerdem hat er die meisten Spitzen auf dem Dach. Kein Tempel in Luang Prabang darf mehr Spitzen auf dem Dach haben als der Wat Xieng Thong 🙂

Nach einer Stärkung im Joma am Nam Khan Fluss (der Nam Kham fließt am Ende der Halbinsel in den Mekong) mit Matcha iced Latte sind wir zum Mount Phousi gelaufen. Der Mount Phousi steht mitten in der Stadt. Es gibt mehrere Steintreppen von verschiedenen Seiten über die man auf den Gipfel kommt. Es sind insgesamt 329 Stufen die sich lohnen denn von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf den Mekong und Luang Prabang und die Berge. Vor allem für den grandiosen Sonnenuntergang laufen die meisten Touristen und Einheimischen dort hinauf. Wir natürlich auch 🙂 Wir sind die Nordseite hochgelaufen, also nicht den Weg von der Hauptstraße aus, weil man dort auf dem Weg nach oben noch das Kloster besichtigen kann und an einigen Buddhastatuen vorbei kommt und Buddhas Fußabdruck in einer Höhle sehen kann. Naja… mit viel Fantasie kann man einen Fußabdruck erkennen. Oben angekommen ist man nicht wirklich lange unter sich wenn es gegen Abend zugeht. Wir waren zum Glück schon gegen halb fünf oben und könnten uns somit einen guten Platz am Geländer sichern von dem aus man den Sonnenuntergang sehen konnte. Es gab natürlich wie immer an solchen Plätzen Dramen weil manche nicht früh genug hoch gelaufen sind und dann keinen guten Platz hatten 🙂

Abends sind wir noch über den Nachtmarkt gelaufen und waren in der Streetfood-Straße essen. Sie befindet sich ganz am Anfang des Nachtmarkts auf der Sisavangvong Road. Dort gibt es Grillstände und diverse Garküchen. Wir hatten vegetarisches Buffet für 1,5 € und gegrilltes Hähnchen. Und zum Nachtisch Zitronentartes 🙂

Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden um auf den Morgenmarkt zu gehen. Er befindet sich zwischen der Hauptstraße und dem Mekong. Dort gibt es, wie ich vorher schon einmal erzählt habe, alles an Essen zu kaufen was man sich vorstellen kann und manchmal auch nicht vorstellen kann 🙂

Um neun Uhr hat uns ein Fahrer abgeholt, denn wir hatten einen Ausflug zum Kuang Si Wasserfall gebucht 🙂 Die Fahrt dauert ca 1 Stunde und man kommt vorher noch an einer Wasserbüffel Milch Farm vorbei. Dort wollte ich unbedingt hin. Die Farm ist ein Projekt um Bauern zu zeigen dass sie mit ihren Wasserbüffeln auch Geld verdienen können ohne sie zu schlachten oder zu verkaufen. Sie können ihre Büffel dort hinbringen, dort werden sie medizinisch untersucht und gemolken. Und den Bauern wird gezeigt wie man sie per Hand melken kann und wie sie sie füttern können um sie gesünder zu ernähren. Außerdem gibt es noch verschiedene Tiergehege um den Bauern eine artgerechtere Tierhaltung beizubringen. Hasen, Schweine und Hühner. Das kleine Häschen hatte es mir besonders angetan 🙂 Dann dürften wir selbst melken… Daniel hat es super hinbekommen, ich eher nicht so und ich wollte die Büffelkuh nicht so stressen. Dann durften wir die Büffel waschen und schrubben und füttern. Das war sehr lustig weil sie sehr anhänglich waren 🙂 Zum Abschluss gab es Büffelmilcheis 🙂

Dann sind wir zum Wasserfall gefahren. Auf dem Parkplatz standen schon jede Menge Minivans. Man zahlt einen Eintritt von 20000 Kip also 2 €. Inbegriffen ist auch das Bären Auffangcenter welches man auf dem Weg zum Wasserfall anschauen kann. Die Bären sind echt süß, sehr dick und flauschig. Der Wasserfall ist der schönste in Laos, besonders in der Regenzeit oder nach der Regenzeit denn dann hat er am meisten Wasser. Es war unglaublich schön dort. Das hellblaue und türkisblaue Wasser fließt in mehrere Becken auf einer Strecke von ca 1 km den Berg hinab. Schwimmen kann man dort natürlich auch. Wir sind erst einmal bis nach ganz oben gelaufen wo sich der Fluss über die Kante ca 30 Meter herunter ergießt. Kurz nachdem wir wieder an den Becken entlang nach unten laufen wollten kam eine ganze Horde chinesischer Touristen an. Da hatten wir Glück denn wir hatten schon wunderschöne Fotos von dem paradiesischen Wasserbecken gemacht ganz ohne Menschen 🙂 In der Mitte etwa sind wir dann auch schwimmen gegangen. Dort war schon mehr los denn jeder wollte ein Foto im hellblauen Pool. Wir auch 🙂 Es war gar nicht so einfach sich schwimmend ein Plätzchen zu suchen wo gerade keine anderen Menschen im Wasser waren. Es war aber sehr erfrischend und wirklich ein Erlebnis dort zu baden. Es gibt auch Umkleidekabinen, man kann also trocken wieder zurück 🙂

Kurz vor dem Wasserfall gibt es noch eine Schmetterlingsfarm die wir uns auch noch anschauen wollten. Außerdem gab es dort etwas zu essen und zu trinken 🙂 Die Farm war nicht spektakulär und ich finde auch etwas überteuert aber es war trotzdem schön. Der Eintritt kostet 4€ und mit Sandwich und Getränk 8€. Es gibt dort ein Schmetterlingshaus mit einem kleinen Teich wo man seine Füße hineinhalten kann und dann eine Pediküre von den kleinen Fischen bekommt. Ein natürliches Fisch Spa.

Nach dem anstrengenden Tag waren wir abends wieder auf dem Nachtmarkt essen und sind todmüde früh ins Bett gefallen, denn der Wecker hat um 4.40 Uhr wieder geklingelt. Wir wollten uns das Tak Bat der Mönche anschauen was um halb sechs beginnt. Ich habe es ja schon einmal etwas außerhalb der Stadt gesehen und wir wollten es uns mal auf der Hauptstraße anschauen. Ich war schockiert… Diese wundervolle traditionelle Prozession wird von Touristen so verunglimpft und gestört. Ich habe mich geschämt auch Touri zu sein. Die Touristen werden zwischen die Einheimischen auf Stühle gesetzt und dürfen dann Reis an die Mönche verteilen. Und das obwohl sie weder buddhistisch sind noch etwas von der Prozession verstehen. In einem vorigen Beitrag habe ich ja schon den Hintergrund dieser Tradition erklärt. Überall in der Stadt liegen Flyer aus in denen erklärt wird wie man sich zu verhalten hat wenn man die Prozession anschauen möchte. Auf die andere Straßenseite gehen, Schultern und Knie bedecken, still sein, nur von der Ferne und ohne Blitz fotografieren und möglichst die Mönche nicht anstarren. Ich glaube Daniel und ich waren die einzigen die sich dran gehalten haben. Die Straße war voll von Touristen und ich habe nur wenige Einheimische gesehen. Es war wirklich schlimm anzuschauen wie Menschen sich vor die Mönche gedrängt haben und Selfies gemacht haben oder unangemessen angezogen Reis verteilt haben. Wie eine Tradition so mit Füßen getreten wird habe ich noch nie gesehen. Wirklich traurig. Wir sind dann ganz an das andere Ende der Straße gelaufen um etwas mehr Ruhe zu haben ohne viele Idioten.

Danach sind wir frühstücken gegangen in einer französischen Bäckerei um uns für die Bootsfahrt zu den Pak Ou Höhlen zu stärken. Um halb neun ging es los mit dem Boot den Mekong hinauf zu den Höhlen. Alleine wegen der einstündigen Fahrt auf dem Mekong lohnt sich der halbtägige Ausflug schon. Wir haben 8€ bei einer Agentur bezahlt. Direkt am Boot kostet das Ticket 6,5€. Besser also direkt morgens zur Bootablegestelle laufen und dort das Ticket kaufen. Die beiden Höhlen sind bekannt dafür dass dort hunderte Buddhastatuen im dunklen stehen. Eigentlich dachte ich dass man mit dem Boot durch die Höhlen durch fahren kann aber leider nein, wir mussten wieder viele viele Treppenstufen hochsteigen. Ist zwar gut für die Beinmuskeln aber so langsam kann ich keine Treppen mehr sehen 🙂 Die erste Höhle oben ist komplett dunkel und man muss das Handylicht benutzen oder eine Taschenlampe ausleihen. Im Tempel befinden sich viele Buddhastatuen. Sie wurden dort zum Schutz hingebracht da die Chinesen alle Buddhastatuen vernichten wollten. Also wurde alle Statuen von den Familien und Klöstern eingesammelt und dort in die beiden Höhlen gebracht. Wenn man die Geschichte kennt finde ich die Höhlen spannend. Wenn nicht, sind es nur zwei Höhlen mit vielen Buddhas 🙂

Da es unser letzter Tag in Luang Prabang ist haben wir den Nachmittag ruhig angehen lassen und uns nochmal ins Joma begeben damit ich einen Iced Matcha Latte genießen konnte. Zum Abschluss sind wir nochmal auf den Mount Phousi gelaufen um in Ruhe und ohne Fotodrang den Sonnenuntergang anzuschauen. Wir wurden dort von Kindern angesprochen die mit uns Englisch sprechen wollten um sich zu verbessern. Es hat Spaß gemacht und es ist schön zu sehen dass man so auch etwas von deren Leben erfährt. Sie wohnen zwar in Luang Prabang und gehen dort zur Schule, ihre Familien leben allerdings viele Kilometer entfernt. Tolle Kinder 🙂

Abendessen gab es wieder auf dem Nachtmarkt und jetzt heißt es packen denn morgen um 5.30 Uhr fahren wir zum Flughafen. Dann geht es nach Myanmar.

Kamerafotos vor allem von den Tempeln muss ich demnächst mal nachreichen. Leider hat es mit dem Wlan hier nicht geklappt.

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