Myanmar – Mandalay 25 Nov 2018

Same same but different… Ja Myanmar ist anders und vor allem ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte. Aber doch gibt es vieles was genau wie bei uns in Europa ist.

Ich hatte ein Land erwartet welches rückständig und nicht modern ist. Mandalay hatte ich als netten ländlichen Ort mit schönen Straßen und Häusern im Kopf. Weit gefehlt.. Mandalay ist eine große Stadt mit modernen Cafés auf der einen Seite und uralten maroden Gebäuden auf der anderen. Es gibt zweispurige Straßen und holprige Feldwege. Hochhäuser und Bretterverschläge. Schöne Promenaden und ziemlich dreckige Kanäle. Frauen mit moderner Kleidung die im Café sitzen und Latte Macchiato schlürfen und davor Frauen mit traditioneller abgetragener Kleidung mit Obstkorb auf dem Kopf. Also Mandalay kann ich so gar nicht einordnen. Eins gibt es allerdings was ich erwartet hatte und worauf ich mich auch gefreut habe: Pagoden an jeder Ecke 🙂 Gold, Weiß, Bunt 🙂

Aber von vorne. Gestern haben wir ausgeschlafen und ausgiebig auf der Terrasse gefrühstückt. Es kamen Vögel und Eichhörnchen vorbei und es war angenehm warm. Wir wollten einen ruhigen ersten Tag in Mandalay verbringen und uns ein bisschen die Stadt anschauen.

Als erstes sind wir zum Königspalast gelaufen da das Osttor, welches der einzige Zugang für Touristen ist, ca 10 Minuten von unserem Hotel entfernt ist. Auf dem Weg dorthin sind wir durch eine kleine Allee gelaufen und haben den City Markt entdeckt und wollten eigentlich nur mal rein schauen was es so gibt. Es war allerdings ein richtiges Einkaufszentrum. Unten gab es Bäckereien und Restaurants, oben einen großen Supermarkt. Der Supermarkt sah nicht viel anders aus als bei uns auch. Es gab eine Obst und Gemüse Abteilung einen Metzger, Naschsachen, Getränke, Beauty usw. Auch viele europäische oder internationale Marken und alles sehr modern. Unten in der Bäckerei haben wir uns ein zweites Frühstück gegönnt weil alles so lecker aussah. Bei der Rechnung ist mir aufgefallen dass immer Tax-Aufkleber auf den oberen Teil geklebt werden. Hier kommen zu jeder Rechnung noch 10 % Steuern dazu.

Schließlich sind wir zum Königspalast gelaufen. Die Eingänge werden schwer bewacht. Man muss sogar seinen Ausweis am Eingang hinterlegen und sich in ein Buch eintragen. Kopien werden nicht akzeptiert, ich hab es versucht. Führerschein geht aber auch. Das Ticket kostet 10000 Kyat, ca 8 €, gilt aber auch für die anderen Pagoden, Mandalay Hill und weitere Sehenswürdigkeiten und ist 5 Tage gültig. Als Tourist hat man nur Zugang zum Innenteil des Palastgeländes. Das komplette Gelände ist wie eine Stadt aufgebaut mit Mauern und großem Wassergraben und Wohnhäusern. Man sollte sich an die ausgeschilderten Wege halten denn überall stehen Wachposten. Der Königspalast wurde größtenteils nachgebaut da er 1945 im Krieg abgebrannt ist. Man darf also nicht so genau hinschauen, denn überall sieht man Farbreste 🙂 Man bekommt aber einen guten Überblick wie es früher dort mal ausgesehen hat. In der Mitte befindet sich der eigentlich Palast. Er besteht aus vielen Säulen die mit Spiegeln und Glasmosaik besetzt sind. Dahinter findet man die vielen roten Pavillons, die Häuser für die Familie des Königs. Außerdem gibt es ein Museum mit Gegenständen und Fotos der Königsfamilie.

 

 

Anschließend sind wir in das bekannte Nova Café gefahren, wo es Iced Matcha Latte mit Sojamilch gibt 🙂 Und zum Abendessen in ein BBQ Restaurant, Mr Bar BQ 🙂 Man sollte sofort zum hinteren Teil des Restaurants durchgehen, da dort die Spieße liegen welche dann auf dem Grill zubereitet werden. A la carte kann man auch bestellen aber wenn man schon einmal in einem BBQ Restaurant ist…

Ach ja und vorher sind wir noch zu einem sehr bekannten Geschäft gefahren. Daw Thi Thanaka. Dort wird das Schönheitsgeheimnis der Birmesen hergestellt. Thanaka 🙂 Eine gelbe Paste aus dem Holz des Zitrusbaums. Jeder wirklich jeder hier hat diese Paste im Gesicht. Manchmal in Kreisen auf der Wange und manchmal in hübschen Blättermalereien. Die Paste dient als Sonnenschutz und Hautpflege. Sie bekämpft Akne und Falten. Das musste ich einfach auch haben 🙂 Das Daw Thi Thanaka gibt es seit 60 Jahren und gilt als das bekannteste Thanaka Geschäft, wobei man die Paste und vor allem das Holz überall kaufen kann. Der Besitzer hat mir auch gleich gezeigt wie ich die Paste anrühre (mit Wasser) und mir ins Gesicht gemalt. Danach sah ich sehr lustig aus und wurde lachend von Einheimischen bestaunt. Obwohl sie genauso ausgesehen haben 🙂

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