Myanmar – Bagan 28-30 Nov 2018

Bagan.. Stadt der Tempel, Pagoden, Stupas und Klöster.

Ich habe mal in einem Blog den Satz „ich war übertempelt“ gelesen 🙂 Das kann hier schon passieren. Über 3000 Tempel, Pagoden und Stupas finden sich zwischen Neu-Bagan, Alt-Bagan und Nyaung U. Egal wo man hinsieht überall ragen die runden Spitzen hinter Bäumen hervor oder erstrecken sich über die Felder. Ein unglaublicher Anblick.

Am Mittwoch Morgen sind wir mit dem Auto von Mandalay nach Bagan gefahren. Die Fahrt hat 85 Dollar gekostet und 5 Stunden gedauert. Wir haben uns für ein Privattaxi entschieden weil wir nicht den kompletten Weg auf dem Highway verbringen wollten, sondern auch durch die Landschaft und Dörfer fahren wollten abseits vom Highway. Nach einer Stunde ungefähr sind wir runter auf die Landstraße. Auf der Landstraße gibt es eine normale Spur für die Autos und Motorräder und jeweils auf jeder Seite eine Spur für die Pferdekutschen und Ochsenkarren von denen wir jede Menge gesehen haben. Man kommt sich vor wie auf einer Zeitreise in die Vergangenheit. Uns sind viele Frauen entgegen gekommen die ihre Waren und Einkäufe auf dem Kopf getragen haben. Überall wurde gekocht an der Straße oder gewerkelt.

Der erste Stop war eine Aufzuchtsstation für birmanische Sternschildkröten, die vom Aussterben bedroht sind. Min Song Taung Sanctury. Sie befindet sich auf der Hauptstraße 2 (Kilometer 40) wenn man von Mandalay aus in Richtung Myingian kommend die erste Abfahrt nach dem Flughafen nimmt. Wir durften uns alle Stationen anschauen und waren sehr beeindruckt. Es gibt verschiedene Gehege in denen die Schildkröten nach Alter unterteilt sind. Es gab jeweils ca 600 1, 2 und 3 jährige und sie waren gerade mal so groß wie meine Hand. Sie bleiben dort bis sie 4-5 Jahre sind und dürfen dann in ein abgesperrtes Gebiet im Wald um dort ohne Gefahr erwachsen zu werden. Sie bekommen außerdem einen Chip, damit man sie wiederfinden kann und ihre Anzahl überprüfen kann. Die Sternschildkröte ist vom Aussterben bedroht weil sie in chinesischen Suppen landet… Ein tolles Projekt welches wir weiter empfehlen können.

 

 

Der nächste Halt war ein kleines Dorf in dem Bambuskörbe geflochten werden. Die Dorfbewohner kamen aus allen Ecken weil dort wohl nicht so oft Touristen anhalten. Die Kinder wurden vorgeschickt um uns anzuschauen 🙂 Wir durften überall Fotos machen und wurden teilweise in die Häuser gebeten um uns dort umzuschauen. Ein tolles Erlebnis und viele nette Menschen 🙂

 

 

Unser Hotel in Bagan heißt Kumudara Hotel Pagoda View und befindet sich in Neu-Bagan, dort allerdings etwas außerhalb. Da es nah an Alt-Bagan liegt (wo eher die teuren Hotels sind) kann man vom Zimmer aus und vom Garten schon die Tempel sehen. Die Lage ist wirklich toll. Das Hotel ist etwas abgewohnt und es wird auch gerade ein neues Gebäude gebaut aber sonst ist es schön. An der Rezeption wird man immer sofort begrüßt und gefragt was man machen möchte und ob man etwas braucht. Auf unserer Terrasse finden sich nur leider immer wieder jede Menge Tauben ein, die auch auf unserem Dach wohnen, aber das scheint hier ein generelles Bild zu sein denn in den Tempeln sieht man sie auch überall.

Am ersten Abend sind wir ins Dorf gelaufen und haben dort im Kyaw Kitchen leckeres Curry und Hähnchen gegessen. Der Service war klasse. Wir haben frittierten Spinat als Snack voraus bekommen und Mückenspray 🙂

Gestern haben wir uns E-Roller vom Hotel ausgeliehen und sind einfach mal losgefahren, um uns die Gegend und ein paar Tempel anzuschauen. Das erste Mal Roller fahren in Asien 🙂 Es ist wirklich einfach und macht super viel Spaß. Wir sind über die Hauptstraße Richtung Alt-Bagan gefahren und dort einfach mal in die Felder abgebogen. Manche Tempel sind verschlossen aber meistens kommt jemand vorbei, der einen Schlüssel hat und aufschließt. Dann bekommt man auch noch eine kleine Führung und erfährt wie alt der Tempel ist und was die Figuren bedeuten, und wenn es möglich ist darf man auch auf den Tempel hoch steigen. Die Treppe befindet sich immer im Inneren des Tempels an der ersten Mauer links oder rechts. Die Aufgänge sind so eng und niedrig dass sogar ich mit meinen 1,63cm Probleme hatte. Bei größeren Menschen wie beispielsweise mein Bruder war es Millimeterarbeit um sich nicht den Kopf zu stoßen. Die Anstrengung lohnt sich aber denn von oben hat man einen wunderschönen Blick auf die umliegende Tempellandschaft. Meistens gibt es auf der ersten Plattform noch eine äußere Steintreppe über die man noch höher kommt. Die Menschen die wir dort an den Tempeln getroffen haben waren immer sehr freundlich und hilfsbereit und haben uns viel über die Tempel und manchmal auch über ihre Familie oder ihr Dorf erzählt. Niemand wollte Geld, manche aber Souvenirs verkaufen. Ein Mann, der uns auf eine Pagode gelassen hat, hat uns erzählt, dass heute ein religiöses Fest in seinem Dorf ist und uns ein Video von den geschmückten Pferden und Ochsenkutschen gezeigt. Haben wir dann auch gesehen 🙂

 

 

Die meisten größeren Tempel und Pagoden haben Namen, leider steht er meistens auf burmesisch auf dem Schild. Aber ich versuche so gut wie möglich die richtigen Namen zu erwähnen.

Also wir haben gesehen:

Sein-nyet Ama & Nyma

Paw-daw-mu Pagoda

Law-ka-ou-shaung

Shwe-san-daw Paya

Alodawphye Phaya

Hier haben wir bei Maps.me einen Tempel entdeckt der toll für Sonnenaufgänge sein soll. Leider hat er keinen Namen. Aber er befindet sich links hinter dem Alodawphye Kloster. Wir sind auch hoch geklettert und haben festgestellt dass man dort sehr schöne Sonnenaufgangsfotos machen kann und haben beschlossen zum Sonnenaufgang dort hin zu fahren. Da es mittags schon voll war wussten wir was morgens auf uns zu kommen wird.

Dann mussten wir dringend etwas essen 🙂 und waren im Khaing Shwe Wha vegetarisch Essen. Super lecker und sehr nette Besitzer. Wir haben Chips zur Vorspeise bekommen, einfach so dazu. Und Obst und Tamarinden-Süßigkeiten zum Nachtisch.

Danach ging es zu:

Oak-kyaung-gyi

Shwe-gu-gyi

Ta Wet

 

Beim Ta Wet wollten wir eigentlich den Sonnenuntergang anschauen, allerdings ist der Tempel mittlerweile geschlossen und somit konnte man nicht raufklettern. Dafür war nebenan ein kleiner Berg auf dem ungefähr 300 Menschen standen und auf den Sonnenuntergang gewartet haben. Also haben wir uns eben auch dort hingestellt. War auch sehr schön.

Dann hieß es früh schlafen gehen, denn um 4.15 Uhr hat der Wecker geklingelt. Um 5 Uhr sind wir losgefahren um den Sonnenaufgang und vor allem die Heißluftballons zu sehen, die morgens über die Tempel gleiten und das Fotomotiv darstellen für das Bagan so bekannt ist. Als wir dort im Dunklen ankamen saßen schon jede Menge Menschen dort oben auf der Mauer. Da wir aber den vorigen Tag schon dort waren und uns den besten Platz zum fotografieren ausgesucht hatten und dieser nicht auf der obersten Plattform war, hatten wir Glück, denn den kleinen Vorsprung hatte niemand beachtet 🙂 Und dann ging es los 🙂 Der Himmel wurde rosa und gelb und blau und als die Sonne durch die Wolken erschien kamen auch die Heißluftballons. Ein spektakulärer Anblick, den man unbedingt einmal gesehen haben muss, denn in Echt ist es noch viel beeindruckender. Der Sonnenaufgang über den Pagoden und im Himmel die Ballons. Wunderschön und unvergesslich.

Da wir vor dem Tempel leider in eine Ticketkontrolle gekommen sind und somit dann doch das Ticket für den Archäologischen Park, also die Tempellandschaft, kaufen mussten (25000 Kyat) hatten wir kein Geld mehr für Frühstück und mussten ins Hotel zurück, denn dort gab es noch bis 9 Uhr Frühstück 🙂 Nach einem kleinen Nickerchen ging es wieder los mit den E-Rollern auf Tempel-Sightseeing.

Unterwegs haben wir laute Musik gehört und viele Menschen auf der Straße gesehen. Da sind wir doch direkt in den Umzug für das Dorffest geraten, von welchem uns der nette Mann von gestern erzählt hatte. Es war sehr sehr farbenfroh. Die Menschen waren bunt und festlich angezogen und auf den Pferdekutschen und Ochsenkarren saßen verkleidete Kinder. Die Kutschen, Pferde und Ochsen waren auch geschmückt und überall lief laute Musik. Ich habe mich sehr gefreut dass wir so ein Ereignis anschauen durften.

Als der Umzug vorbei war, sind wir zu einer der bekanntesten Pagoden gefahren. Die Shwezigon Pagode. Sie ist ein bekanntes Pilgerziel aufgrund der dort aufbewahrten Reliquien. Es war ein großes Areal mit vielen kleinen Pagoden, einem Garten und mitten drin die große Goldene Shwezigon. Weiter ging es mit Highlights, denn der Ananda Tempel lag auf unserem Weg. Der Tempel besteht im Inneren aus zwei parallelen Korridoren an deren Wänden sich viele kleine Nischen und Fenstergänge befinden. In den Nischen sind Buddhas hinter Glas oder in den oberen Reihen auch ohne zu sehen. Die ganzen Wände sind bis oben voll damit. In der Mitte sind jeweils in alle Himmelsrichtungen ausgerichtet eine große stehende Buddhafigur zu sehen. Hier wurde ich von Mönchen gefragt ob wir ein Selfie machen können. Die Chance hab ich genutzt und habe auch eins gemacht 🙂 Überhaupt sind die Mönche hier in Myanmar sehr zugänglich und sprechen auch mit Frauen. Man kann hier auch Teilzeitmönch werden 🙂 Die Aussenansicht des Anandatempels ist auch sehr schön. Sie ist aus hellen Steinen gebaut, was einen schönen Kontrast zum blauen Himmel ergibt. Die unteren Steine sind durch eine Reihe Terrakotta Tafeln getrennt. Dort werden Fabeltiere und bewaffnete Menschen dargestellt.

 

 

Schließlich hatten wir genug Tempel gesehen und sind zum Hotel gefahren um dort den Pool endlich mal zu nutzen. Er ist im Garten mit Blick auf die Tempel. Ein schöner Ort zum entspannen.

Morgen fahren wir wieder zurück nach Mandalay, da mein Bruder einen Tag später wieder weiter fliegt.

Da wir hier sehr schlechten Netzempfang haben und kein Wlan reiche ich die schönsten Tempelfotos nach 🙂 Update : eben passiert 🙂

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