Bali – Nusa Ceningan 22-26 Jan 2019

Regenzeit ist manchmal eben wirklich Regenzeit…

Seit Dienstag sind wir auf Nusa Ceningan, die kleine, durch eine Brücke an Nusa Lembongan angeschlossene Insel. Wir haben ein Hotel gebucht welches Ocean Sunset Villas heißt. Leider gab es keinen Sonnenuntergang.. denn es hat jeden Tag geregnet. Vorzugsweise gegen Abend. Genau dann wenn ich eigentlich auf der Terrasse sitzen wollte und den tollen Sonnenuntergang bewundern wollte. Die Bungalowanlage ist am Rande des Kliffs und genau gegenüber der Poolterrasse geht die Sonne unter. Wenn sie da ist… Schade, aber immerhin konnte man jeden Tag die Wellen beobachten und vor allem auch nachts hören. Das war sehr entspannend und schön.

Am Dienstag wurden wir mit einem Transfer im Auto bis an die gelbe Brücke gefahren, die rüber nach Ceningan geht. Sie ist so schmal dass nur Roller oder Fußgänger drauf passen. Also sind wir mit unserem gesamten Gepäck über die Brücke mit einem herrlichen Ausblick auf die hellblau-türkise Bucht gelaufen. Backpacker Feeling pur 🙂

Auf der anderen Seite hat uns ein Auto vom Hotel abgeholt. Die Bungalows hier haben wirklich eine schöne Lage. Wenn wir auf unserer Terrasse sitzen können wir das Meer und die sich am Riff brechenden Wellen sehen. Wunderschön. Es ist alles typisch Bali, also ein Stelzenbungalow, offenes Bad, wobei das Bad hier sehr offen ist, Terrasse und alles aus Holz. Hier gibt es ebenfalls nur Salzwasser aus der Dusche. Der Weg hierher ist etwas schwierig zu laufen weil es den Berg hinauf geht und wir ganz am oberen Ende der Insel sind.

Am ersten Nachmittag sind wir zur blauen Lagune und zum Mahana Point gelaufen. Die Lagune ist leider nicht mehr so gut einsehbar weil dort auf dem Grundstück ein Hotel gebaut wird. Aber man kann rechts neben dem Grundstück über einen kleinen Pfad bis zu den Klippen gehen und hat noch einen schönen Ausblick von dort. Das Wasser ist wirklich richtig blau. Ein paar Meter weiter befindet sich der Mahana Point. Das ist eine große Klippe mit einer Bar von der aus man den Sonnenuntergang oder die Surfer beobachten kann. Bestenfalls beides. Da es stark gestürmt und geregnet hat, haben wir leider nur die riesigen Wellen beobachten können. Ich schätze mal so um die vier Meter hoch. Die Gicht ist bis oben zur Bar gespritzt. Es war echt toll auch ohne Sonne. Vorher sind wir die Felsen hinter zum Strand gelaufen und haben uns die vielen kleinen natürlichen Wasserpools angeschaut. Das Wasser dort war glasklar und wir waren völlig alleine.

Am nächsten Tag haben wir uns dazu entschieden doch endlich mal Roller zu fahren. Ansonsten wären wir ziemlich eingeschränkt gewesen. Roller gab es hier im Hotel zum mieten und sogar mit Helm 🙂 Kostenpunkt 80000 Rupiah pro Tag pro Roller, also knapp 5 Euro. Und es hat so viel Spaß gemacht. Wir sind erst mal ein bisschen rumgefahren zum üben. Aber Straßen sind top und Autos gibt es fast keine. Einem Stop gemacht haben wir dann an der Strandbar Seabreeze. Dort gibt es einen Pool, Schaukeln, Hängematten und Schaukeln im Wasser und jede Menge leckere Gerichte und Smoothies. Ich glaube jeder Influenzer auf Instagram wäre im Himmel, aber wie gesagt, Instagram hab ich nicht 🙂 Tolle Fotos mach ich aber auch gerne. Nur meistens nicht mit mir drauf. Ich habe mir einen Smoothiebowl gegönnt, was sonst 🙂 Ach ich werde die vielen frischen und tollen Früchte vermissen. Leider gibt es die meisten bei uns in Deutschland ja nicht, oder werden importiert und schmecken nicht mal halb so gut wie hier. Nach einer kurzen Pause aufgrund des Regens im Hotel sind wir zum Abendessen dann nochmal zum Seabreeze gefahren. Viele Restaurants haben momentan zu und werden renoviert weil gerade Nebensaison ist. Daher hat man nicht wirklich viel Auswahl. Aber ich mag das Seabreeze alleine schon wegen der tollen Aussicht. Abends haben wir Besuch bekommen auf unserer Terrasse. Der kleine strubbelige Hund der im Hotel lebt hat sich zu uns gesellt und es sich am Treppeneingang bequem gemacht 🙂 Er und sein hellbrauner Freund gehören nicht zum Hotel und waren früher Straßenhunde. Aber sie dürfen hier bleiben weil sie sich sicher fühlen. Wirklich süß 🙂

Am Donnerstag haben wir uns getraut über die Brücke zu fahren 🙂 Erst waren wir im Seabreeze um einen Ingwertee wegen der immer noch anhaltenden Erkältung zu trinken und dann haben wir uns auf den Weg zum Devil’s Tear auf Lembongan gemacht. Das ist eine Klippenformation wo man schön beobachten kann wie das Wasser sich im Becken sammelt und die Gicht bis über den Rand der Felsen spitzt. Sogar Schildkröten haben wir gesehen. Leider ist das ein beliebter Ausflugspunkt und nach uns kamen Unmengen von kleinen Transportern an und haben viele viele Chinesen dort hingebracht. Da war Schluss mit Idylle und somit sind wir einige Meter weiter durch ein Feld zu einer anderen Klippe gelaufen. War auch sehr sehr schön, vor allem waren wir alleine.

Auf dem Rückweg sind wir zu einem Restaurant in der Nähe gefahren welches die Tage vorher immer zu hatte. Das Dungki Bendega Resto. Es liegt oben auf dem Hügel kurz bevor man links zum Secret Beach abbiegt. Wir sind vorher auch mal runter gefahren zum Secret Beach aber der Strand liegt innerhalb einer Hotelanlage und ist sehr klein und steinig. Das Wasser sah schön aus aber man hätte Badeschuhe gebraucht. Also sind wir wieder hoch zum Restaurant und haben Ingwer Eistee getrunken und ich wie immer einen Smoothiebowl bestellt. Die Lage ist sehr schön weil es sehr ruhig im Wald liegt. Außerdem ist es ein typisches Familien Warung. Die kleine Tochter hat sich gefreut dass Gäste da waren und hat uns die Speisekarte gebracht. Das Haushuhn hat um Popcorn gebettelt und ein Hund kam auch vorbei. Sehr authentisch 🙂

Da es immer mal wieder geregnet hat haben wir die Roller abends stehen gelassen und sind zum Essen gelaufen. Mit Regenschirm bewaffnet. Richtung Mahana Point gibt es das Blue Lagoon Resto auf der rechten Seite. Nicht zu verwechseln mit den Blue Lagoon Villas kurz vorher links. Es ist ebenfalls ein Familien Warung. Wir hatten so Glück, denn kurz nachdem wir uns hingesetzt hatten ging der Starkregen los. Es hat gestürmt und geschüttet. Die Stühle die außen standen fielen um. Kurz nach uns sind ein paar Rollerfahrer ins Restaurant gestürzt um sich zu schützen weil sie gerade vom Regen erwischt wurden. Bis wir fertig essen waren hatte es sich aber wieder beruhigt. Nachts ging es wieder los so wie jede Nacht hier. Durch das Holzhaus hat der Wind gepfiffen und der Regen hat auf das Dach geprasselt. Super zum einschlafen 🙂

Unseren letzten Tag hier mit dem Roller haben wir gemütlich angehen lassen und sind ins The Next Level Café gefahren zum Frühstücken. Das ist hier im Hotel nämlich nicht so gut. Dort gab es aber leckere Smoothiebowls, sogar mit Erdnussbutter :-), Cappuccino mit Sojamilch und Egg Benedict. Hhhmm. Das Café ist im zweiten Stock und man hat eine schöne Aussicht auf die Bucht. Anschließend sind wir rüber nach Lembongan gefahren weil wir zu einer Klippe namens Death Pool wollten und zu einem kleinen Strand. Leider haben wir beides nicht gefunden 🙂 Eine Klippe schon aber die falsche. Da wir beide erkältet sind und ja eher einen ruhigen Tag machen wollten haben wir aufgegeben zu suchen und sind zum Seabreeze gefahren um uns dort an den Strand und Pool zu legen. Das Navigieren auf dem Roller ist hier etwas schwierig weil es so viele kleine Wege gibt, die entweder nicht eingezeichnet sind oder als solche nicht erkennbar sind… Und mit Handy in der Hand fahren hab ich mich nicht getraut. Also mussten wir an jeder Kreuzung anhalten und nach dem Weg schauen. Das war irgendwann zu anstrengend bei 35 Grad und Sonnenschein.

Im Seabreeze haben wir den ganzen restlichen Tag gechillt. Waren im Meer, haben Smoothies getrunken, waren im Pool usw. Was man in einem Beachclub eben so macht. Zwischendurch hat es auch mal geregnet aber nur kurz und dann war schon wieder die Sonne da. Endlich 🙂

Auf dem Rückweg sind wir zum Lonely Tree gefahren, der am Rande der Klippen steht. Ihn findet man indem man oben auf dem Hügel nicht links zum Secret Beach abbiegt sondern geradeaus fährt. Der Baum ist nicht so spektakulär aber dafür die Klippen. Ähnlich wie beim Devil’s Tear spritzt die Gischt bis nach oben über die Klippen. Die Wellen knallen mit einer riesengroßen Wucht gegen die Steine. Es ist toll einfach nur dazustehen und zuzuschauen.

Abends haben wir noch am Pool gesessen und auf den Sonnenuntergang gewartet. Erst sah es gut aus aber dann kamen doch leider noch Wolken. Schade. Heute scheint natürlich die Sonne an unserem Abreisetag…

Wir fahren heute wieder zurück ins Planet Nomadas auf Lembongan. Vielleicht bekomm ich ja doch noch die Mantas und den Mondfisch zu sehen. Eigentlich wollten wir weiter auf die Gilis aber leider fahren aufgrund des Sturms und des Unwetters gerade keine Boote oder Fähren dort hin. Tja leider war die Regenzeit hier wirklich Regenzeit.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s