Bali – Ubud 1-4 Feb 2019

Yoga 🙂

Dieser Beitrag wird sich mit Ubud und Yoga beschäftigen, nur zur Vorwarnung 😉 Ach ja, und meinem nächsten Reiseziel 🙂

Ja ich bin nach Ubud zurück gekommen um hier eine Woche Yoga zu machen. Als wir im Dezember hier waren habe ich ja schon Yoga gemacht und ich hatte mir fest vorgenommen das zu intensivieren wenn ich wieder alleine bin. Außerdem wollte ich an den ersten Tagen an denen ich wieder alleine bin an einem Ort sein den ich schon kenne und an dem ich mich wohl fühle.

Ich habe mich für das kleine Dorf Nyuh Kuning unterhalb vom Monkey Forrest entschieden. Hier waren wir schon über Silvester. Es ist schön ruhig hier, der Verkehr ist nicht so schlimm wie in Ubud. Man kann in 30 Minuten in das Zentrum von Ubud laufen und es gibt ein Yogastudio um die Ecke. Ach ja, und mein Lieblingsrestaurant Sage ist auch hier 🙂 Ich wollte ja dort einziehen aber da das nicht geht habe ich mir ein Zimmer um die Ecke genommen 🙂 🙂 Alle diese Punkte haben dazu geführt dass ich mich für diese Gegend entschieden habe und ich über Airbnb ein nettes kleines Zimmer in einem Homestay hier gefunden habe. Das Homestay heißt Manos House und hat nur vier Zimmer, die allerdings alle sehr neu sind und wirklich schön.

Es war etwas schwierig den Eingang zu finden weil Maps.me wohl die falschen Koordinaten hat. Aber Wayan hat im Supermarkt nachgefragt und wir haben es dann auch gefunden. An der Tür steht auch ein kleines Schild 🙂 Ich habe ein Zimmer im Untergeschoss bekommen. Ich hätte lieber ein Zimmer im Obergeschoss gehabt weil man über den Garten schauen kann und es dort mehr Fenster gibt aber ich habe auch eine Terrasse und das Bad ist etwas größer. Das Zimmer ist super sauber, das Bad ist groß, es kommt genügend Wasser aus der Dusche, die Handtücher sind sauber, es gibt einen Kühlschrank und Wasserkocher, Klimaanlage, einen Schreibtisch und genügend Steckdosen. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Auswahl 🙂

Am Ankunftstag habe ich mich erst mal ausgeruht und mich mit dem Gedanken auseinandergesetzt wieder alles alleine zu organisieren. Abends war ich noch Essen im Sage (wo sonst…) und bin müde ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen wieder zum Frühstück und im Anschluss bin ich zum Ubud Yoga Center gelaufen, was ca 5 Minuten von hier ist. Es gibt dort einen Shop, ein Restaurant mit einer unglaublichen Aussicht auf Palmen und Wald und im oberen Stock das Yogacenter. Ich habe mir oben eine Preisliste und den Wochenplan besorgt und habe mich dann ins Restaurant gesetzt. Es ist wunderschön und ich hätte ewig dort mit meinem Green Flush Saft sitzen können aber ich brauchte ja noch eine Yoga Hose und musste daher noch in die Stadt.

Man läuft etwa 30 Minuten, am Monkeyforrest vorbei, am CocoMarket vorbei (dort gibt es mehrere ATMs) und schließlich die Straße zur Innenstadt. Dort gibt es viele kleine Läden die Yogakleidung verkaufen. Leider habe ich mir den Namen nicht gemerkt aber es war ein kleiner heller Laden in dem ich dann fündig geworden bin und endlich! eine Yogahose gefunden habe, durch die man nichts durchsieht. Ihr wisst schon, beim Herunter-Schauenden-Hund wird die Qualität einer Yogahose sichtbar 🙂 Etwas weiter gibt es einen süßen kleinen Laden, Yoga Shanty. Die Besitzerin ist Balinesin und Grafikdesignerin. Sie gestaltet die Yogakleidung selbst und hat immer sehr ausgefallene Sachen. Außerdem wollte ich sie gerne bei ihrem Business unterstützen. Also dort noch schnell zwei Oberteile gekauft 🙂 Enge Kleidung bei 35 Grad anzuprobieren ist übrigens nichts was ich tue wenn es nicht sein muss 🙂 Triefend habe ich mich auf den Rückweg über die zweite, größere Straße zum Monkey Forrest gemacht und bin im Be Pasih hinter dem Forrest eingekehrt für mein Mittag/Abendessen. Chicken-Curry 🙂 Yummy.

Für die nächsten Tage habe ich mir folgende Yoga Kurse ausgesucht: Intro Ashtanga Yoga geführt, Hatha Yoga, Kundalini Yoga mit Meditation, Atemübungen und Sound Healing. Bedeutet jeweils 2 Kurse am Tag nur am 1. Tag nur einen weil sonntags das Center mittags schließt.

Also Sonntag 7.30 Uhr erster Kurs: Intro Ashtanga Yoga. Ja morgens 7.30 Uhr. Wer mich kennt weiß wie wichtig mir das sein muss das ich so früh aufstehe 🙂 Ich habe mich vorher nicht wirklich mit diesem Kurs beschäftigt, habe ihn aber gewählt weil Intro danach klang dass es für Anfänger geeignet ist. Und ganz ehrlich, ich kenne zwar viele Posen und Abfolgen aber praktisch gesehen bin ich Anfänger. So lange ich nicht mit den Händen komplett auf den Boden komme bei der Vorbeuge und den Herabschauenden-Hund nicht länger als 5 Atemzüge halten kann definiere ich mich als Anfänger 🙂 Der Kurs war hart. Wirklich hart. Ashtanga Yoga ist die Ursprungsform und beinhaltet Sprünge, Verrenkungen und ein Vinyasa nach dem anderen. Ich war schweißgebadet und habe mich nur bemüht nicht umzufallen. Am Ende meinte die Yogalehrerin: Good Job, you did well don’t worry about the sweat 🙂 🙂 Hahaaaa…. Erst danach habe ich mich eingelesen und herausgefunden dass es eine der schwersten Yogastile ist und man Jahre braucht bis man die Position beherrscht. Und der Kurs ist nur deswegen geführt und mit Intro damit man sich nicht weh tut. Aber ich bin froh dass ich es geschafft habe. Danach war ich frühstücken und habe drei Stunden geschlafen 🙂

Dann war ich wieder im Sage mit Notebook im Gepäck und habe meine weitere Reise geplant. So das Geheimnis wird gelüftet, *Trommelwirbel* Ich fliege nach Borneo 🙂

Ja Borneo 🙂 Da mein Indonesien Visa am 8.2. ausläuft, musste ich ein sinnvolles, erschwingliches und spannendes Weiterreiseziel finden. Eigentlich wollte ich noch nach Sumatra und Java aber da diese Inseln ebenfalls indonesisch sind hätte ich einen Visa Run über Kuala Lumpur machen müssen. Und irgendwie fand ich das so unnötig, Flug nach Kuala Lumpur, Übernachtung und wieder zurück fliegen. Aus Umweltschutz Gedanken nicht wirklich toll. Ursprünglich sah meine Route jetzt Malaysia vor. Also den linken Teil und nicht den Teil auf Borneo. Allerdings hab ich das chinesische Neujahr übersehen. Das fällt genau in die Woche meiner Ausreise und damit Einreise nach Malaysia. Da die Chinesen kein Visum für Malaysia brauchen ist es dort zu den Feiertagen voll und teuer. Das fiel also aus und hat meine Pläne ganz schön durcheinander gebracht.

Zur Auswahl standen nach Berücksichtigung des chinesischen Neujahrs also noch: Philippinen, Australien, Neuseeland, Nepal, Indien, Borneo malaysischer Teil und der Visarun. Letzteres wollte ich nicht, Philippinen war mir zu wenig Kultur, Australien und Neuseeland zu teuer, Indien traue ich mich noch nicht alleine und Nepal ist im Februar zu kalt. Nachdem ich festgestellt habe dass Borneo nicht so teuer ist wie ich dachte ist meine Wahl darauf gefallen und ich habe einen Flug nach Kota Kinabalu gebucht.

Am 7.2. geht’s also weiter nach Kota Kinabalu 🙂

Zurück zum Yoga. Für heute habe ich mir Hatha Yoga und Kundalini Yoga ausgesucht. Hatha Yoga ist für Anfänger geeignet da es keine schnellen Abfolgen beinhaltet und die gängigen Positionen und Asanas geübt werden. Die meisten davon kenne ich schon, daher habe ich auf eine eher entspannte Stunde gehofft 🙂 Wir waren zu zweit plus Lehrerin. Ein junger Mann und ich. Mir ist aufgefallen dass es hier in Ubud viele männliche Yogis gibt. In Deutschland habe ich nie Männer im Kurs gehabt. Ich glaube das liegt daran dass hier einfach DAS Yoga Mekka von Bali ist und sich hier alle treffen die gerne Yoga in einer schönen Umgebung machen. Der Kurs war sehr angenehm. Aufgrund der Hitze haben wir nur leichtere Übungen gemacht und viele Wiederholungen mit Fokus auf den Atem. Und obwohl ich alle Positionen kannte und mich fit gefühlt habe musste ich auch hier Pausen machen. 5 Atemzüge lang Herabschauender Hund haben mich an meine Grenzen gebracht. Und unter uns, das ist eine der Entspannungspositionen 😉 Es liegt noch viel vor mir 🙂 Am Ende meinte die Yogalehrerin: „Thank you for your time and your sweat“ und hat mir zugezwinkert.. 🙂 🙂 ja ich weiß….

Nach einer Pause und Mittagessen im Sage und im Yogacenter (ich liebe einfach gutes gesundes Essen…) begann um 17.30 Uhr meine zweite Yogastunde: Kundalini Yoga mit Meditation. Klang sehr entspannend. Als ich den Raum betreten habe lagen schon mehrere Teilnehmer auf dem Rücken auf der Matte und hatten die Augen geschlossen. Ok… Ich habe dann versucht mich möglichst geräuschlos auf die Matte zu legen und habe mein Handtuch (aus Erfahrung muss das sofort griffbereit sein :-)) neben mich gelegt. Nachdem die Yogalehrerin herein kam, im roten langen Zweiteiler mit Umhang, wehenden Locken und rotem Lippenstift gingen aber dann doch die ersten Gespräche los. Glück gehabt, doch alles normale Menschen wie ich 🙂 Die Worte zur Einführung zum Kurs haben es dann aber auch spannend gemacht: „I will teach you tantric yoga and will free your sexual energy… “ Okeyyyyy…. meine Neugier war geweckt. Ohne auf Details einzugehen, es war eine der spannendsten Yogastunden die ich je hatte und ich werde morgen wieder den Kurs besuchen. Und nein es hatte nichts mit Sex zu tun. Aber viel mit tiefen Atemübungen, fliesenden Bewegungen und Energie. Außerdem haben wir Mantras gesungen, chanting heißt das in der Fachsprache, mit den Armen gewirbelt und am Ende gab es eine Klangmeditation. Klingt alles sehr freaky ist aber wirklich entspannend und inspirierend wenn man sich darauf einlässt.

Morgen geht es weiter mit Hatha Yoga und wieder Kundalini. Ich freu mich 🙂 Trotz Muskelkater…

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