Time so say goodbye Bali – Ubud 5-7 Feb 2019

Goodbye my lovely Bali…

Ein bisschen hatte ich mich schon wie zuhause gefühlt. Jeden Tag den gleichen Weg zum Yoga, Frühstück im Sage und abends zurück in mein kleines gemütliches Zimmer. Aber dass ich wiederkommen werde steht ja außer Frage von daher ist es nur ein Abschied auf Zeit 🙂

Am Dienstag ging meine Yoga Woche weiter mit Hatha Yoga und Kundalini Yoga. Nach einem leckeren Frühstück bin ich wieder zum Ubud Yoga Center gelaufen wo ich schon vom Pförtner begrüßt wurde 🙂 Um 12 Uhr stand Hatha Yoga auf meinem Plan. Diesmal mit Nevin, einem jungen Yogalehrer. Die Stunde war großartig. Da Nevin sehr deutlich gesprochen hat und die Übungen am Anfang sehr langsam waren, habe ich es geschafft die Stunde ohne umzufallen, Pause zu machen oder mir zu wünschen ich würde im Boden versinken zu meistern. Endlich! 🙂 Es waren auch einige neue Positionen dabei, die ich noch nicht kannte aber dank der guten Erklärung waren auch die kein Problem. Dass ich nicht immer mit den Händen auf den Boden komme ist zum Glück nicht wichtig. Hauptsache Atmen 🙂

Mittagessen gab es wieder im Sage. Ich nehme mir jedes Mal vor wo anders zu essen aber da ich dort immer vorbei laufe zieht es mich meistens dort hinein. Es ist einfach super gemütlich, lecker und schön eingerichtet. Ein Wohlfühlort.

Abends bin ich wieder zur Kundalini Klasse gegangen. Da wir nicht so viele Teilnehmer waren wie am Tag zuvor, hat Sophia uns ausführlich die Technik erklärt um die Kundalini Energie zu speichern und fließen zu lassen. Die Kundalini Energie befindet sich unterhalb des Nabels im Beckenbereich. Man legt beide Daumen in den Nabel und die Handflächen als Dreieck darunter. Man atmet dann in dieses Dreieck. Normalerweise wird es schnell warm und man kann so die Energie spüren wenn man noch neu in der Energiearbeit ist. Nach einigen Atemzügen lässt man die Energie kontrolliert fließen. Man platziert die Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne am Gaumen. Beim Einatmen schiebt man die Energie über das Steißbein und die Wirbelsäule über den Kopf bis zur Zungenspitze, beim Ausatmen schiebt man die Energie in das Dreieck. Und so weiter… Am Schluss entspannt man die Zungenspitze wieder und lässt die Energie einfach im Kreis fließen ohne Druck. Ja das klingt sehr abenteuerlich und spooky 🙂 Ich finde es ist eine tolle Energiearbeit. Es beruhigt und vitalisiert zugleich. Mich jedenfalls 🙂 Anschließend Feueratem, und weitere Atemübungen mit verbundenen Bewegungen deren Namen ich vergessen habe. Habe aber schon begonnen mich etwas einzulesen 🙂 Weiter ging es mit Mantra-Gesang und einer Meditation. Zum Abschluss wird immer das „Long time sun“ Lied gesungen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für jemanden der sich noch nie mit Yoga, Energiearbeit oder ähnlichem beschäftigt hat sehr verrückt oder abgehoben anhört. Ging mir vor vielen Jahren auch so. Aber eigentlich ist es eine ganz alte Atemtechnik wenn man es aus dem gesundheitlichen wissenschaftlichen Aspekt betrachten möchte. Und in der heutigen Zeit in der man selten aufgrund digitaler Medien und ständigen Sinneseinflüssen zur Ruhe kommt, finde ich es wichtig sich Zeit zu nehmen um mal wieder nur zu atmen und runter zu kommen.

Auf dem Nachhauseweg wurde ich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Ach es ist schon wirklich sehr sehr schön hier 🙂

Am Mittwoch ist etwas tolles passiert. Ich war wieder frühstücken im Sage und habe dort den Gründer von Forrest Smoothie Projekt sitzen sehen. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an meine Fotos von einem grünen Smoothie im Sage mit Schokoladenstreuseln drauf. Das ist der Forrest Smoothie. Ein bestimmter Anteil vom Verkaufspreis gehen an das Forrest Smoothie Projekt. Dort wird das Geld dafür verwendet Bäume auf Bali zu pflanzen und Menschen und Tieren zu helfen die aufgrund der Abholzung und Rodung Hilfe benötigen. Ein tolles Projekt an dem viele Cafés und Restaurants in Bali teilnehmen. Ich, ja eher schüchtern, hab mich getraut und bin zu ihm hingegangen um ihm zu sagen, dass ich das Projekt sehr cool finde. Er hatte Zeit und wir haben ein bisschen gequatscht und er hat mir mehr darüber erzählt. Es war sehr inspirierend. Das werde ich auf jeden Fall unterstützen. Es ist so wichtig. Die Auswirkungen der Rodungen, insbesondere aufgrund der Palmölproduktion werde ich direkt auch in Borneo sehen. Das macht sehr traurig. Ich glaube die meisten Menschen machen sich gar keine Gedanken darüber was man der Umwelt damit antut und wie wichtig der Regenwald und alle Wälder sind, mal ganz abgesehen von dem ganzen Tieren die ihr Zuhause verlieren. Immerhin produzieren die Bäume den Sauerstoff und reinigen die Luft die wir atmen. Wenn man sich einfach mal erinnert wie es war als man das letzte mal durch den Wald gelaufen ist. Wie gut es getan hat die Luft dort einzuatmen und wie beruhigend es ist dort zwischen den riesigen Bäumen zu stehen….

Wir haben Kontaktdaten ausgetauscht und wenn ich Ideen habe darf ich mich melden 🙂

Dann bin ich zur Yogastunde Breathworks gehetzt. Der Tag stand komplett unter dem Thema „Atmen“. Wir mussten uns hinlegen und durch den Mund ein und ausatmen, also anders als normalerweise durch die Nase beim Yoga. Tiefe Atemzüge mit offenem Mund 50 Minuten lang. Währenddessen lief Schamanen-Musik und unsere Kursleiterin hat uns angeleitet alles los zu lassen. Irgendwann erreicht man eine Art Trance. Dann kann alles passieren weil sich angestaute Energien lösen. Ein Mädchen hat geweint, andere haben sich bewegt. Ich hab einfach da gelegen und war sehr glücklich und dankbar. Einfach so 🙂 Habe danach auf Wolken geschwebt 🙂

Zum Mittagessen war ich mal in einem anderen Warung. Mother Warung, um die Ecke von meinem Homestay. Auch sehr leckere Gerichte in Bio-Qualität. Ich hatte einen Halumisalat und Kohle-Limo 🙂

Abends bin ich zu meiner letzten Stunde gelaufen: Soundhealing mit Sophia. Und wieder einfach hinlegen und nichts tun. Wir haben Gurkenscheiben für die Augen bekommen 🙂 Dann ging es los mit Gongschlägen und Klangschalenmusik. Viel kann ich gar nicht erzählen weil ich sofort weggetreten bin und erst am Ende wieder „aufgewacht“ bin. Ich habe mich sehr sehr entspannt, wach und klar gefühlt. Als ob alles Schwere und Durcheinander weg genommen wurde. Tolles Gefühl 🙂

Leider ist meine Yoga Woche jetzt zu Ende. Es war toll die verschiedenen Yogastile ausprobieren zu können und mich einfach eine Woche nur darauf konzentrieren zu können. Es hat sehr gut getan und ich kann es nur empfehlen. Vielleicht komme ich auf meiner Reise ja nochmal darauf zurück 😉

Heute morgen wurde ich von einem Freund von unserem Fahrer Wayan abgeholt und zum Flughafen gebracht. Weiter geht es nach Kota Kinabalu/Borneo 🙂

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